Die richtige Temperatur von Weißwein

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Die richtige Temperatur von Weißwein

Weißweine schmecken am besten, wenn sie ihre volle Frucht, ihr frisches Aroma und ihre Leichtigkeit entfalten können.

Somit gilt: Lagern Sie einen guten Weißwein am besten nicht zu lange, sofern es sich nicht um eine sonderlich süße Sorte handelt, wie beispielsweise um einen Eiswein oder um einen Sauternes. Auch der Chardonnay, der Riesling und der Sauvignon lassen sich unter gewissen Umständen für eine Weile problemlos lagern – sofern die klimatischen Voraussetzungen stimmen.

Grundsätzlich lässt sich jedoch stets sagen: Das Aroma eines Weißweins kann sich nur dann perfekt entfalten, wenn die Temperatur stimmt. Die meisten Menschen machen hier den Fehler, den Wein einfach in den Kühlschrank oder gar in einen Kübel mit Eiswürfeln zu stellen, was natürlich deutlich zu kalt für die meisten Weißweinsorten ist.

Die richtige Weißwein Temperatur

Wenn ein Weißwein nicht die optimale Temperatur aufweist, ist es besser, ihn erst auf dir richtige Weißwein Temperatur zu bringen, ehe man ihn genießt.

Das bedeutet, dass er entweder aufgewärmt oder abgekühlt werden muss. Ist die Weißwein Temperatur noch zu hoch, lässt sie sich mit einer Kühlmanschette binnen weniger Minuten auf die passende Trinktemperatur zu bringen.

Derartige Manschetten lassen sich im Gefrierfach unterbringen und werden dann einfach auf die Flasche gelegt, um ihn passend abzukühlen. Dies dauert bei einem Weißwein, der vorher bei Zimmertemperatur gelagert wurde, rund fünfzehn bis zwanzig Minuten.

Als Faustregel gilt: Je leichter ein Weißwein in seinem Aroma ist, desto kühler genießt man ihn. Schwere Weine schmecken dagegen besser, wenn man sie bei einer etwas höheren Temperatur lagert.

Unser Geschmackssinn ist dazu in der Lage, verschiedene Aromen aus Lebensmitteln herauszufiltern: Wir schmecken süß, salzig, bitter und sauer. Besonders die Temperatur hat einen großen Einfluss darauf, welche Aromen wir wie intensiv wahrnehmen.

  • Wenn die Trinktemperatur generell niedriger ist, empfindet unsere Zunge Säure deutlich klarer. In diesem Fall schmeckt der Wein frischer und leichter.
  • Bei einer höheren Temperatur nehmen wir Süße viel stärker wahr, was Weine kräftiger und schwerer wirken lässt.
  • Bitteres kommt dagegen vor allem zur Geltung, wenn die Zunge an den Seiten abkühlt – dann zeigen sich die intensiven Gerbstoffe bzw. Tannine in einem Wein.

So zeigt sich: Die richtige Weißwein Temperatur ist durchaus von Bedeutung und sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Weißwein richtig lagern: Was Sie darüber wissen müssen

Um nachzureifen, benötigt ein Weißwein prinzipiell weniger Zeit als ein schwerer Rotwein. Er ist schon nach einer recht kurzen Lagerzeit gut trinkbar.

Viele Experten sind sogar der Meinung, dass es Weißweine gibt, die sofort verköstigt werden sollten und mit einer Lagerung von mehreren Monaten schlechter werten.

Grundsätzlich lässt sich aber bei den meisten Weißweinen sagen, dass das Aroma am fruchtigsten schmeckt, wenn sie etwa zwei bis drei Jahre alt sind. Nach einer Zeitspanne von maximal zehn Jahren verlieren selbst die besten Weine ihren Geschmack und eignen sich dann höchstens noch zum Kochen.

Hat man keinen Keller, um Weißwein richtig zu lagern, bedeutet das nicht, dass man auf den kühlen Genuss verzichten muss.

Das Wichtigste ist, den Weißwein stets in einem lichtgeschützten Raum oder abgedeckt zu lagern – wenn möglich, liegend. Denn: Licht ist für die Aromen eines jeden Weins äußerst schädlich.

Ein bis zwei Mal pro Monat sollte die Flasche gewendet werden, damit der Korken überall gleich feucht bleibt. Auch die Luftfeuchtigkeit ist von großer Bedeutung, denn so trocknet der Korken nicht aus und lässt keinen Sauerstoff in die Flasche.

Zu viel Sauerstoff kann das Aroma des Weins recht schnell beeinträchtigen.

Die richtige Trinktemperatur von Weißwein

trinktemperatur-weissweinDie richtige Trinktemperatur von Weißwein liegt für die meisten Sorten in der Regel bei zwischen 10 bis 13 Grad Celsius.

Es ist nicht zwingend nötig, einen Weinkühlschrank zu kaufen, wenn man den Wein bei einer weitestgehend konstanten Temperatur lagern kann. Wichtig ist, die Flaschen nicht kurzfristig starken Kälte- oder Hitzeschocks auszusetzen, denn dies kann der Reife sehr schaden und auch das Aroma negativ beeinflussen.

Ein guter Weißwein zeichnet sich stets durch ein frisches, leichtes Aroma aus – perfekt für den Sommer oder zu gutem Essen wie Fisch oder Gegrilltem. Das Aromaempfinden reduziert sich, wenn die Weißwein Temperatur niedriger ist. Weine mit einem hohen Anteil an Säure schmecken weniger sauer und dagegen frischer, wenn sie kühler serviert werden.

Die passende Weißwein Temperatur hängt jedoch auch davon ab, wie es um Körper und Alter des Weins bestellt sind.

Die optimale Trinktemperatur von einem Weißwein sollte daher auch nicht bei mehr als 14 Grad Celsius liegen und 8 Grad Celsius nicht unterschreiten.

Für sehr junge und leichte Weißweine empfiehlt sich eine Temperatur von zwischen 8 und 10 Grad Celsius. Das betrifft beispielsweise Sorten wie Sauvignon Blanc, Riesling oder auch Pinot Grigio.

Kräftigere Weißweine – wie unter anderem der Chardonnay – aber auch Roséweine schmecken am besten, wenn sie bei zwischen 12 und 14 Grad Celsius serviert werden. Zwar wird ein Rosé auch aus roten Weintrauben produziert, allerdings läuft die Verarbeitung genau wie beim Weißwein ab.

Damit die korrekte Trinktemperatur erreicht werden kann, sollte man die Weinflasche mindestens zwei Stunden vorher im Kühlschrank lagern und dann rechtzeitig herausnehmen.

Eine Besonderheit im Gegensatz zu anderen Weißweinen weist der Chardonnay auf, welcher weniger Säure enthält. Er sollte deutlich kühler genossen werden – aber nicht völlig kalt. Wenn die Weißwein Temperatur weniger als 6 Grad Celsius beträgt, schmeckt er fast nur noch sauer. Dann können die anderen Aromen nicht mehr gut wahrgenommen werden und der Geschmack leidet darunter.

So können Sie den Wein auf die richtige Weißwein Temperatur bringen

weisswein-korkenDie richtige Weißwein Temperatur kann auf verschiedene Methoden gemessen werden.

So hat man beispielsweise die Möglichkeit, ein Weinthermometer zu verwenden. Dieses steckt man einfach in die geöffnete Flasche hinein und serviert den Wein, sobald die Temperatur stimmt.

Die andere, ebenfalls beliebte Methode, ist die Nutzung einer Weinmanschette, welche man um die Flasche legt. Ein Vorteil: Auf diese Weise lassen sich auch noch geschlossene Flaschen gut temperieren, wenngleich eher etwas ungenau. Für den normalen Gebrauch zu Hause reicht eine Kühlmanschette jedoch meist völlig aus – Profis kaufen sich dagegen direkt einen beliebten Weinkühlschrank.

Soll eine Flasche Weißwein kurzfristig gekühlt werden, kann sie durchaus in einen mit Eis gefüllten Sektkübel gestellt werden. Allerdings sollte sie nicht zu lange darin verbleiben, denn sonst kühlt der Wein zu sehr herunter und schmeckt nicht mehr gut.

Übrigens: Generell ist es immer besser, wenn der Wein etwas kälter ist als zu warm.

Denn bereits beim Einschenken in das Glas erwärmt er sich schnell um bis zu zwei oder drei Grad, was das Aroma verändern kann. Daher ist es nicht schlimm, wenn Wein etwas zu kalt ist – geben Sie ihm dann einfach etwas Zeit, bei Zimmertemperatur wieder wärmer zu werden.

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